Intermittent fasting
Intermittent fasting bedeutet ganz einfach gesagt: regelmäßig nicht essen. Viel einfacher geht’s natürlich nicht. Weg mit den Listen voller Do’s und Don’ts! Fasten gibt es schon seit Jahrhunderten – denk nur an den Ramadan oder an Karneval. Sogar die „Balancetage“ des Ernährungszentrums basieren auf der Theorie hinter dem „Fasten“. Auch aus evolutionärer Sicht ist unser Körper eigentlich darauf eingestellt. In der Urzeit gab es nämlich kein Essen im Überfluss. Manchmal mussten wir ein paar Tage reisen oder die tägliche Jagd war erfolglos. Zeiten, in denen nicht gegessen wurde, kamen regelmäßig vor.
Methoden
Es gibt unzählige Varianten des Fastens, die wir alle unter dem Begriff „intermittent fasting“ oder „intermittierendes (Intervall-)Fasten“ zusammenfassen können. Das Prinzip ist wie folgt: Du isst über einen bestimmten Zeitraum gar nicht oder sehr wenig und wechselst das regelmäßig mit Phasen ab, in denen du normal isst. Ein paar häufig verwendete Varianten sind:
Tägliches Fasten
Man nimmt nur eine Mahlzeit pro Tag zu sich oder wählt ein festes Zeitfenster von zum Beispiel fünf Stunden, in dem gegessen werden darf (vorzugsweise zwischen fünf und zehn Uhr abends). Den Rest des Tages trinkt man Wasser und Kräutertee. Paleo-Experten gehen davon aus, dass unsere fernen Vorfahren tagsüber jagten und vor allem bzw. nur abends aßen. Ein solches System entspricht daher am ehesten dem evolutionär überlieferten Ernährungsrhythmus. Wenn dir das schwerfällt, kannst du auch die beliebte 16/8-Methode wählen, bei der du all deine Mahlzeiten innerhalb eines Zeitraums von 8 Stunden isst. Diese intermittent fasting-Methode wird häufig eingesetzt, weil sie sich relativ leicht in deinen Alltag integrieren lässt. Du beginnst zum Beispiel um 12:00 Uhr mit dem Essen und isst deine letzte Mahlzeit vor 20:00 Uhr.
Die 5/2-Methode
Jede Woche fastet man 2 Tage hintereinander. An den Fastentagen darf zwar ein ganz kleines bisschen gegessen werden, aber die gesamte Kalorienaufnahme darf 500 (Frauen) bzw. 600 (Männer) Kalorien nicht überschreiten. Das sind übrigens keine harten Zahlen – etwas mehr oder weniger ist erlaubt. An den übrigen fünf Tagen darfst du alles essen, was du willst, solange du es weiterhin in Maßen tust.
Jeden zweiten Tag fasten
In dieser Hardcore-Version werden Phasen von 24 Stunden normalem Essen mit Phasen von 24 Stunden ohne Essen abgewechselt, in denen nur Wasser, grüner Tee oder Kaffee getrunken wird.





























