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Ernährung & Lifestyle

Kannst du dich auf Distanz verlieben?

Wo früher der Funke in der Kneipe übersprang, passiert das heute immer öfter online. Die Zahlen sprechen für sich: Jede:r dritte Single betreibt Online-Dating und 14 % der niederländischen Paare haben sich über das Internet kennengelernt (CBS). Wir swipen, liken und chatten drauflos – in der Hoffnung, dieses eine Gefühl zu finden: Verliebtheit. Aber wie funktioniert Verliebtheit eigentlich, und was ist beim Online-Dating wirklich sinnvoll? In diesem Blog erzählen wir dir mehr darüber.


Sich verlieben funktioniert so

Wie genau man sich verliebt, darüber ist sich die Wissenschaft noch nicht einig. Aus Studien wissen wir aber, dass verschiedene Neurotransmitter (Botenstoffe, die im Nervensystem aktiv sind) bei diesem Prozess eine wichtige Rolle spielen. Einige wichtige sind:

  • Phenylethylamin: sorgt für endlos viel Energie und das Gefühl, dass du die Welt schaffen kannst. Kein Wunder also, dass du, wenn du verliebt bist, das Gefühl hast, weniger Schlaf zu brauchen und viel selbstbewusster in den Tag zu starten.

  • Dopamin: aktiviert das Belohnungssystem und sorgt für ein zufriedenes, euphorisches Gefühl. Das ist auch der Stoff, der das bekannte „Liebe macht blind“ auslöst: Du gerätst in einen Verliebtheitsrausch, wodurch die Person, in die du verliebt bist, perfekt zu sein scheint.

  • Adrenalin: sorgt für das nervöse Gefühl, das wir als Schmetterlinge im Bauch kennen. Dieses Gefühl entsteht, weil bei einer Stressreaktion (aus der Adrenalin hervorgeht) die Blutversorgung von Herz, Lunge und Muskeln Vorrang vor der Blutversorgung der Verdauungsorgane bekommt. Der Magen sendet dann ein Signal – und das spüren wir als Schmetterlinge im Bauch.

  • Oxytocin: ist auch als Kuschelhormon bekannt und vermittelt ein Gefühl von Sicherheit und Verbundenheit. Oxytocin spielt eine wichtige Rolle für den Erfolg langfristiger Beziehungen. Denn während die Dopaminproduktion mit der Zeit abnimmt und das Verliebtsein verschwindet, hält die Oxytocinproduktion in einer gesunden Beziehung an.

  • Endorphine: wirken schmerzlindernd, reduzieren Stress und sorgen für ein glückliches Gefühl. Wie Oxytocin geben auch Endorphine ein Gefühl von Ruhe und Sicherheit und werden bei sexueller Intimität freigesetzt – aber auch beim Sport, bei Schmerz und bei kurzfristigem Stress.

Ob diese Stoffe auch auf Distanz entstehen können, ist bisher noch nicht ausreichend erforscht. Es gibt aber Aspekte beim Online-Dating, die dieses Gefühl auslösen können. Denk an das nervöse Kribbeln, wenn du deine erste Nachricht schickst, oder an das beschwingte Gefühl, wenn du eine Antwort bekommst.

Online-Dating: warum ja oder nein?

Online-Dating bringt einige Vorteile mit sich: Du kannst dich von deiner besten Seite zeigen, triffst Menschen, denen du im echten Leben wahrscheinlich nie begegnet wärst, und kannst in Ruhe herausfinden, ob es sich lohnt, sich auch offline zu verabreden. Trotzdem hat das auch eine Kehrseite. Durch die riesige Auswahl wirst du immer wählerischer, und „das Gras ist auf der anderen Seite grüner“ spukt dir ständig im Kopf herum. Außerdem sind die meisten Dating-Apps auf Sucht ausgelegt: Das ständige Swipen und die permanente Chance, dass die nächste Person noch toller ist, machen es schwer, aufzuhören oder eine echte Verbindung zu den Matches aufzubauen, die du bereits hast. Zusätzliche Trigger wie ein neues Match oder eine neue Nachricht sorgen außerdem für das dauerhafte Verlangen nach mehr. Mehr Matches, mehr Chancen, mehr Bestätigung.

Geh von online zu offline

Wir sind keine Liebesexpert:innen, aber wenn wir trotzdem einen Tipp geben dürfen: Warte nicht zu lange mit einem „Offline“-Date. Online-Dating kann in der Anfangsphase richtig Spaß machen – aber trefft euch so schnell wie möglich im echten Leben. Nehmt euch Zeit füreinander, investiert in die Verbindung. Dann spürst du ganz von selbst, ob es passt. Auf deinen Körper und dein Gefühl zu hören, ist key – auch (oder gerade) in der Liebe. Fällt es dir schwer, dir ein Date auszudenken? Eine Aktivität kommt immer gut an! Macht zum Beispiel einen langen Spaziergang, stellt euch gemeinsam in die Küche oder geht (Mini-)Golf spielen.


Auf der Suche nach Inspiration für diesen Valentinstag? Sei (extra) lieb zu dir selbst

Egal, ob du einen Partner oder eine Partnerin hast oder nicht: Wir alle verdienen es, uns geliebt zu fühlen. Und auch das beginnt bei dir selbst. Feier dich, mach dir selbst mal ein Geschenk oder nimm dich selbst mit auf ein Date. Du weißt nicht, wo du anfangen sollst? Diese Geschenkpakete sorgen auf jeden Fall für einen herrlichen Selfcare-Moment.

Geschrieben von: Caya Kerkhof