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Bild von Der Einfluss von Proteinen auf deinen Darm
Ernährung & Lifestyle

Der Einfluss von Proteinen auf deinen Darm

Proteine sind essenzielle Nährstoffe und bilden zusammen mit Fetten und Kohlenhydraten die Makronährstoffe. Dass Proteine wichtig sind, ist vor allem Sportler:innen nicht unbekannt: Der Fokus der Ernährung liegt auf ausreichend Proteinen, die zum Wachstum der Muskelmasse beitragen. Aber wie viele Proteine brauchen wir eigentlich – und kann man auch zu viele Proteine aufnehmen? Für diesen Blog haben wir recherchiert, was über die Verdauung von Proteinen bekannt ist und wie sie in eine ausgewogene Ernährung passen.

Was sind Proteine und warum sind sie wichtig? 

Proteine sind nicht nur Nährstoffe, sondern auch die Bausteine unseres Körpers. So sind sie unter anderem am Aufbau von Zellen, an der Bildung von Neurotransmittern und Enzymen sowie natürlich an der Muskelregeneration und am Muskelaufbau beteiligt.  

Proteine bestehen aus Aminosäuren. Insgesamt brauchen wir 22 Aminosäuren, aus denen unser Körper Proteine bildet. Dreizehn dieser Aminosäuren stellt der Körper selbst her, die übrigen neun können wir nur über die Ernährung aufnehmen – sie werden essenzielle Aminosäuren genannt.  

Wie viele Proteine brauchst du? 

Wie viele Proteine du brauchst, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Das hängt unter anderem von Alter und Körpergewicht ab, aber auch davon, wie viel Muskelmasse du hast. Im Durchschnitt benötigen gesunde Menschen pro Kilogramm Körpergewicht 0,83 Gramm Protein. In der Übersicht unten findest du je Profil eine genauere Empfehlung für die durchschnittliche Proteinmenge. 

Profil 
Proteinbedarf pro Kilogramm Körpergewicht 
Vegetarier:in und Veganer:in 
0,83 Gramm + 20%  
Kraft- und Ausdauersportler:in 
1,5–2 Gramm 
Nicht-Sportler:in 
0,83 Gramm 
Schwanger 
Erstes Trimester +1 Gramm 

Zweites Trimester +19 Gramm
Drittes Trimester +28 Gramm  

Postnatale Phase mit Stillen 
0–6 Monate 19 Gramm extra  

6–12 Monate 13 Gramm extra 

Senior:innen
0,83 Gramm


Die Mengen in dieser Tabelle sind Richtwerte und basieren auf allgemeinen Ernährungsrichtlinien und Praxiserfahrung.

Woran erkennst du, ob du zu viele oder zu wenige Proteine isst? 

Die meisten Menschen in Deutschland nehmen genug Proteine auf. Bist du unsicher? Wenn du über längere Zeit zu wenig Protein aufnimmst, kann sich das kurzfristig durch den Abbau von Muskelgewebe bemerkbar machen. Langfristig kann ein Mangel den Erhalt der Muskelmasse und die körperliche Kraft beeinflussen.

Was machen Proteine mit deinem Darm? 

(Zu) viele Proteine können den Darm beeinflussen. Proteine sind nämlich etwas schwerer zu verdauen, was einerseits positiv ist, weil du dadurch länger satt bist. Andererseits kann es dazu führen, dass du dich etwas aufgebläht fühlst, weil die Menge an Verdauungsenzymen nicht immer ausreicht, um große Proteinmengen zu verarbeiten. Außerdem kann es sein, dass du – wenn du viel Protein isst – das nicht gut mit anderen Nährstoffen wie Fetten und Kohlenhydraten ausbalancierst. Wenn das aus dem Gleichgewicht gerät, kann das zu einem unangenehmen Gefühl im Bauch führen, zum Beispiel zu einem aufgeblähten Gefühl oder zu Veränderungen beim Stuhlgang.

Hast du nach einer proteinreichen Mahlzeit mit Blähungen zu tun? Das kann einerseits an der Luft liegen, die du zum Beispiel beim Trinken eines Proteinshakes mitschluckst. Außerdem werden beim Abbau von Proteinen Schwefelverbindungen freigesetzt, die für (stark riechende) Blähungen sorgen können. Ein weiterer Effekt von zu viel Protein ist, dass im Magen ein zu hoher pH-Wert entstehen kann – das ist der Säuregrad. Bei einer sehr einseitigen Ernährung können sich der Säuregrad und die Zusammensetzung des Mikrobioms verändern.

Unsere Tipps, um genug Protein zu essen  

Die Wahrscheinlichkeit, dass du zu wenig Protein aufnimmst, ist also sehr gering. Möchtest du deinen Körper trotzdem mit etwas extra Protein versorgen, zum Beispiel weil du intensiver trainierst? Das sind unsere liebsten Proteinquellen: 

  • Kichererbsen

Kichererbsen enthalten pro Schöpfkelle (60 Gramm) 4,7 Gramm Protein und sind damit eine gute Möglichkeit, extra Protein hinzuzufügen. Unsere Lieblingsvariante? Rösten. Dafür kannst du Kichererbsen mit etwas Olivenöl und Gewürzen nach Wahl wie Paprikapulver, Pfeffer, Kurkuma, Knoblauch und Chiliflocken mischen. Verteile alles auf einem Backblech und gib es für etwa 20 Minuten in den vorgeheizten Ofen bei 180 Grad. Das Ergebnis? Knusprige Kichererbsen. Der perfekte Snack zum Knabbern oder als Ersatz für Croutons im Salat.

  • Vollkornnudeln 

Vollkornnudeln enthalten pro Tasse (75 Gramm) 9,8 Gramm Protein. Also eine perfekte Basis für eine proteinreiche Mahlzeit! Tipp: Mach einen großen Nudelsalat. Den kannst du als Abendessen essen, aber auch ganz einfach mehrere Tage als Lunch mit zur Arbeit nehmen.  

  • Linsen 

Noch so eine tolle pflanzliche Proteinquelle: Linsen. Linsen enthalten pro Schöpfkelle (60 Gramm) 5,3 Gramm Protein. Linsen sind eine gute Basis für leckere Currys, eine richtig sättigende Suppe oder einen Dip für den Aperitif. 

  • Whey-Protein 

Proteinshakes können eine praktische Möglichkeit sein, der Ernährung Proteine hinzuzufügen. Whey-Protein enthält pro Portion eine konzentrierte Menge Protein und kann mit anderen Zutaten wie Kohlenhydraten und Fetten kombiniert werden.

Extra-Tipp: 

Möchtest du deine Muskeln zusätzlich unterstützen? Dann denk doch mal an Magnesium. Magnesium trägt zu einer normalen Proteinsynthese bei.