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Vitamine & Nahrungsergänzungsmittel

Magnesium zum Schlafen: eine gute Idee?

Bild von Caya Kerkhof
Wir kennen es alle: eine Nacht, in der du einfach nicht einschlafen kannst, in der deine Gedanken nicht zur Ruhe kommen – oder Mücken, die Wärme oder dein:e Partner:in dich wach halten. Und am nächsten Tag fühlst du dich müde, gereizt, und Kaffee ist dein Rettungsanker, der dich durch den Tag schleppt. Schlaf – und vor allem guter, erholsamer Schlaf – ist wichtig für einen Tag voller Energie und Fokus. Welche Rolle spielt Magnesium für unsere Nachtruhe?
 

Die Bedeutung von Schlaf 

Unsere Nachtruhe besteht aus vier verschiedenen Phasen, die bei gesundem Schlaf mehrmals hintereinander durchlaufen werden. Im Durchschnitt durchlaufen wir pro Nacht 4 bis 6 dieser Schlafzyklen, wobei jeder Zyklus 90 bis 120 Minuten dauert.

Schlaf spielt eine wichtige Rolle bei der Verarbeitung und Speicherung von Informationen, die du tagsüber aufgenommen hast. Während der Tiefschlafphasen werden Erinnerungen konsolidiert – das bedeutet, dass dein Gehirn neue Informationen verarbeitet und für die spätere Nutzung abspeichert. Das ist wichtig fürs Lernen und dafür, dir neue Dinge zu merken. Guter Schlaf ist gut für deine Konzentration und hilft dir, bessere Entscheidungen zu treffen.

Während du schläfst, laufen außerdem viele wichtige Regenerationsprozesse in deinem Körper ab. So ist Schlaf wichtig für die Reparatur unserer Muskeln und Gewebe sowie für unser Immunsystem. Ohne ausreichend Schlaf kann dein Körper diese Regenerationsprozesse nicht gut durchführen.

Magnesium zum Schlafen: Wie wirkt es? 

Magnesium spielt eine wichtige Rolle in unserem Körper. Das Mineral ist unter anderem gut für die Muskeln, das Nervensystem und unsere Stimmung und trägt zu einem klaren Geist bei. Alles Dinge, die sehr angenehm sind, bevor du in die Nacht startest.  

Am nächsten Tag aktiviert Magnesium deine natürliche Energie im Körper. So startest du gut in den Tag.  

Welches Magnesium zum Schlafen? 

Nicht alle Magnesium-Nahrungsergänzungsmittel sind gleich. Manche Formen nimmt unser Körper besser auf als andere. Für eine gute Nachtruhe wird häufig Magnesiumbisglycinat gewählt. Diese Magnesiumform ist an die Aminosäure Glycin gebunden. 

Andere Formen wie Magnesiumcitrat, Magnesiummalat und Magnesiumtaurat sind ebenfalls gut aufnehmbare Formen. Wichtig ist, die richtige Magnesiumform zu wählen, die am besten zu deinem Körper und deinen Bedürfnissen passt. 

4 praktische Tipps für eine bessere Nachtruhe 

Neben der Einnahme von Magnesium gibt es noch weitere Tipps, die du anwenden kannst, um besser zu schlafen: 

  1. Schaffe ein festes Schlafritual: Geh jeden Abend ungefähr zur gleichen Zeit ins Bett und steh zur gleichen Zeit auf – auch am Wochenende. Lies hier unsere 7 Tipps für einen gesunden Schlafrhythmus

  1. Begrenze Koffein und Alkohol: Koffein und Alkohol können deinen Schlaf stören – besonders, wenn du sie spät am Tag konsumierst.

  1. Sorge für ein dunkles, ruhiges und kühles Schlafzimmer: Das hilft deinem Körper, in den Schlafmodus zu kommen. 

  1. Vermeide Bildschirme vor dem Schlafengehen: Das blaue Licht von Smartphones und Computern kann die Melatoninproduktion stören.

Magnesium und Ernährung: Was solltest du essen? 

Du kannst Magnesium auch über die Ernährung aufnehmen. Magnesiumreiche Lebensmittel sind unter anderem dunkelgrünes Blattgemüse wie Spinat und Grünkohl, Nüsse und Samen, Fisch wie Lachs und Makrele sowie Vollkornprodukte. Eine Ernährung, die reich an diesen Lebensmitteln ist, kann so zu einer guten Nachtruhe beitragen. Ergänze zum Beispiel eine Handvoll Mandeln in deine Abendroutine oder iss zum Abendessen einen Salat mit Spinat.

Magnesium-Fußbad vor dem Schlafengehen 

Ein entspannendes Magnesium-Fußbad vor dem Schlafengehen kann deine Nachtruhe positiv unterstützen. Wenn du deine Füße in einem Bad mit Magnesiumflocken einweichst, kann dein Körper das Mineral über die Haut aufnehmen. Das kann sich positiv auf dein Nervensystem auswirken und ist gut für die Muskeln – was deine Nachtruhe positiv unterstützen kann.
 

Tipp: Gib ein paar Tropfen Lavendelöl dazu – für einen extra beruhigenden Effekt. 

Wann solltest du Magnesium einnehmen? 

Magnesium-Nahrungsergänzungsmittel nimmst du am besten 30 Minuten bis 2 Stunden vor dem Schlafengehen ein. Am liebsten auf nüchternen Magen. So kann das Mineral gut in deinem System aufgenommen werden. Wenn du Magenbeschwerden bemerkst, kann es hilfreich sein, Magnesium nach einem leichten Snack einzunehmen, damit keine Beschwerden entstehen.  

Ist zu viel Magnesium schlecht fürs Schlafen? 

Wenn du Magnesium nimmst, ist es wichtig, auf die Dosierung zu achten. Zu viel Magnesium kann zu Beschwerden wie wässrigem Stuhl führen – und das ist natürlich nicht gut für deinen Schlaf. Die Lösung ist einfach: Reduziere die Dosierung, bis dein Stuhl wieder normal ist. 

Deshalb ist es sinnvoll, dich an die empfohlenen Dosierungen zu halten. Das Voedingscentrum empfiehlt eine tägliche Aufnahme von 350 mg Magnesium für erwachsene Männer und 300 mg für Frauen. Wenn du jedoch viel Sport machst oder Stress hast, kann dein Magnesiumbedarf höher sein.  

Aminosäure-chelatierte Magnesiumformen wie Taurat, Malat und Bisglycinat werden im Allgemeinen besser vertragen und verursachen weniger schnell Nebenwirkungen. 

Gut zu wissen 

Magnesium kann eine wertvolle Ergänzung deiner Abendroutine sein, wenn du Schwierigkeiten beim Einschlafen hast. Ob du dich für zusätzliches Magnesium entscheidest, ein entspannendes Fußbad machst oder magnesiumreiche Lebensmittel in deinen Speiseplan einbaust – all das kann helfen, Körper und Geist für eine gute Nachtruhe zu unterstützen.  

Für weitere Tipps und Beratung wende dich an unsere Health Coaches oder schau dir unsere anderen Blogs über Schlaf und Gesundheit an

Quellen 

  1. Honma, K., Hashimoto, S., Natsubori, A., Masubuchi, S., & Honma, S. (2013). Sleep-wake cycles in Humans. Indian J Sleep Med, 8, 56-62. 
  2. Abbasi, B., Kimiagar, M., Sadeghniiat, K., Shirazi, M. M., Hedayati, M., & Rashidkhani, B. (2012). The effect of magnesium supplementation on primary insomnia in elderly: A double-blind placebo-controlled clinical trial. Journal of research in medical sciences: the official journal of Isfahan University of Medical Sciences, 17(12), 1161.
  3. Vyazovskiy, V. V. (2015). Sleep, recovery, and metaregulation: explaining the benefits of sleep. Nature and science of sleep, 171-184.
  4. Clark, I., & Landolt, H. P. (2017). Coffee, caffeine, and sleep: A systematic review of epidemiological studies and randomized controlled trials. Sleep medicine reviews, 31, 70-78.
  5. Silvani, M. I., Werder, R., & Perret, C. (2022). The influence of blue light on sleep, performance and wellbeing in young adults: A systematic review. Frontiers in physiology, 13, 943108.
  6. Gröber, U., Werner, T., Vormann, J., & Kisters, K. (2017). Myth or reality—transdermal magnesium? Nutrients, 9(8), 813.