
Wie du Winterhände und -füße vermeidest
Jede:r hat schon einmal kalte Hände oder Füße. Manche ziehen im Winter sogar Socken im Bett an, um die Füße warm zu halten. Auch wenn viele denken, dass das bereits Winterfüße sind, ist das nicht so…
Was sind Winterhände und/oder Winterfüße?
„Winterhände“ sind rote Schwellungen (Frostbeulen), die an Händen oder Füßen unter dem Einfluss von Kälte entstehen. Kälte sorgt dafür, dass sich unsere Blutgefäße verengen, um die Wärme im Körper zu halten. Die äußeren Körperteile – Finger, Zehen, aber auch Füße, Beine, Nase, Augen oder Kinn – werden durch die Kälte daher schlechter durchblutet. Durch die schlechtere Durchblutung kühlt der Körperteil ab, während das zusätzliche Blut, das zugeführt wird, um ihn zu erwärmen, nicht gut durch die verengten Blutgefäße gelangen kann. Dadurch können die Blutgefäße und das umliegende Gewebe geschädigt werden – mit Entzündungen, roten Schwellungen und den dazugehörigen Beschwerden als Folge. Diese Schwellungen können stark jucken und schmerzhaft sein. In der Regel sind sie harmlos und verschwinden nach einigen Wochen.
Sind Winterhände erblich?
Winterfüße werden nicht direkt vererbt. Aber einige wichtige Faktoren wie die Durchblutung, die Qualität der Blutgefäße und wie stark du schwitzt, sind sehr stark genetisch mitbestimmt. Heute kommt diese Beschwerden seltener vor als früher, weil unsere Häuser inzwischen viel besser beheizt und isoliert sind. Aber für jemanden, der darunter leidet, scheint das Phänomen jedes Jahr wiederzukehren – und Wärme in Innenräumen ist nicht die einzige Lösung.
Was kannst du selbst gegen Winterhände und/oder -füße tun?
Halte sie warm und gut durchblutet!
Versuche Kälte und Feuchtigkeit so weit wie möglich auszuschalten. Trage zum Beispiel Lederschuhe mit einer Gummi- oder Ledersohle. Leder ist warm, nimmt Fußfeuchtigkeit auf und kann mit Hilfsmitteln wasserabweisend gemacht werden. Schuhe aus Kunstleder halten die Füße nicht warm und führen zu zu viel Schweiß, der schlecht entweichen kann. Achte darauf, dass deine Schuhe gut passen und nicht zu klein oder zu eng sind, denn das kann eine gute Durchblutung behindern. Warme Wollsocken fördern die Durchblutung und sind daher besser als synthetische Socken. Wer im Winter echte Eiseskälte trotzen muss – mit dem Fahrrad oder zu Fuß – kann Füße und Hände neben Socken und Handschuhen zusätzlich mit einer isolierenden Schicht fetthaltiger Salbe (zum Beispiel Eutersalbe) schützen.
Warme Wollsocken fördern die Durchblutung und sind daher besser als synthetische Socken.
Das solltest du besser nicht tun
Sind trotz all deiner Maßnahmen Füße oder Hände doch bis auf die Knochen kalt geworden? Wärme sie dann vor allem nicht zu schnell auf, indem du sie an die Heizung oder vor den Kamin hältst. Vermeide lieber extreme Temperaturen und lass deine „Eisklötzchen“ langsam aufwärmen – zum Beispiel, indem du sie in ein Fußbad tauchst, das sich nach und nach erwärmt, oder unter den Wasserhahn hältst und das Wasser dabei schrittweise etwas wärmer werden lässt.
Einmal Winterfüße, immer Winterfüße?
Wer diesen Winter Winterfüße bekommt, hat eine große Chance, sie im nächsten Winter wieder zu bekommen. Versuche in diesem Fall schon gut vorbereitet zu sein, bevor der Winter beginnt. Wenn du das gut angehst, wirst du merken, dass Winterfüße – genauso spontan, wie sie gekommen sind – auch ausbleiben können.
Autorin: Sanne van der Rijt





