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Körperpflege

Warum eine natürliche Sonnencreme wählen?

Bild von Yvonne Zuurbier

Suchst du nach einer Sonnencreme, die sowohl sanft zu deiner Haut als auch zur Umwelt ist? Entdecke, warum eine natürliche Sonnencreme mit mineralischen Filtern wie Zinkoxid und Titandioxid die beste Wahl für dich ist.


Sonnencreme ist ein tägliches Hautpflegeprodukt, das du das ganze Jahr über – vor allem aber im Frühling und Sommer – brauchst, um Hautschäden vorzubeugen. Denn UV-Strahlung gibt es immer, auch wenn von der Sonne weit und breit nichts zu sehen ist. Du kannst natürlich einfach zur erstbesten Sonnencreme greifen, die gerade in Reichweite ist – aber es ist sinnvoll, kurz zu prüfen, was du dir mit diesem täglichen Klecks Creme eigentlich auf die Haut schmierst. Schließlich willst du deinen Körper und die Umwelt nicht unnötig mit schädlichen UV-Filtern belasten. Dann ist die Entscheidung für eine natürliche Sonnencreme ohne Parabene auf Basis von Zinkoxid und/oder Titandioxid schnell getroffen. Wir erklären dir, warum.
 

UV-Strahlung und die Haut 

Es gibt 2 Arten von UV-Filtern: natürliche mineralische UV-Filter und die synthetische Variante. Lass uns zuerst erklären, was UV-Strahlung genau mit deiner Haut macht. Es ist natürlich herrlich, die ersten Sonnenstrahlen mitzunehmen – aber was macht diese ganze Sonnenkraft eigentlich mit deiner Haut? Es gibt zwei Arten von UV-Strahlung, die der Haut schaden und möglicherweise Hautkrebs verursachen können: UVA- und UVB-Strahlung.   Etwa 5% der UV-Strahlung ist UVB-Strahlung. Sie lässt deine Haut schneller verbrennen und erhöht so das Risiko für Hautkrebs. Sie hat aber auch positive Effekte: Deine Haut kann dadurch Vitamin D bilden, was für unsere Gesundheit sehr wichtig ist. UVB-Strahlung gelangt nicht durch Glas bis zu deiner Haut. Die übrigen 95% der UV-Strahlung sind also UVA-Strahlung – und diese dringt tief in die Haut ein und kann deine Haut sogar noch schädigen, wenn du schon eine Weile nicht mehr in der Sonne warst. Dadurch kann deine Haut schneller altern, und es kann Hautkrebs verursachen. UVA-Strahlung kann auch durch Wolken und Glas hindurch deiner Haut schaden. Selbst wenn du also einen Bürojob hast, ist es wichtig, deine Haut gut zu schützen. 

Was macht eine Sonnencreme genau? 

Eine Sonnencreme ist daher unbedingt nötig, um deine Haut vor einem Übermaß an UVA- und UVB-Strahlung der Sonne zu schützen. Cremes mit synthetischen Filtern können in deine Haut einziehen, dort die UV-Strahlung absorbieren und die Haut vor Sonnenschäden schützen. Das ist auch der Grund, warum du synthetische Sonnencremes schon eine ganze Weile vor dem Sonnenbaden auftragen musst: So haben die Filter Zeit, in die Haut einzuziehen.

Die Haut besteht aus drei Schichten: der Oberhaut (Epidermis), der Lederhaut (Dermis) und dem Unterhaut-Bindegewebe (Hypodermis).  

Die Oberhaut besteht zum größten Teil aus Hornzellen. Du kannst sie dir wie eine Mauer aus Ziegelsteinen vorstellen, wobei der Talg die Rolle des Zements übernimmt. Die Talgdrüsen sorgen dafür, dass um die Hornzellen herum eine fettige Schicht liegt, wodurch Wasser und andere Stoffe nur schwer eindringen können. Trotz dieses Schutzes lässt die Oberhaut dennoch in begrenztem Maße Stoffe durch, die über die Lederhaut in die vorhandenen Haargefäße gelangen. Über das Blut gelangt der Stoff in den Körper, wo er eine positive oder negative Wirkung haben kann. Und was heißt das nun? Wir empfehlen eine natürliche Sonnencreme. Natürliche Filter werden auf Basis von Mineralien wie Zink- und Titandioxid hergestellt. Mineralische Filter ziehen nicht in deine Haut ein, sondern bilden eine Schicht auf deiner Haut. Diese Schicht reflektiert die Sonnenstrahlen, noch bevor sie die Haut negativ beeinflussen können. Eine natürliche Sonnencreme mit mineralischen Filtern trägst du daher genau dann auf, wenn du in die Sonne gehst – sie wird schließlich nicht von deiner Haut aufgenommen. 

Natürliche mineralische UV-Filter versus synthetische UV-Filter

Mineralische UV-Filter haben also den großen Vorteil, dass sie nicht in deine Haut eindringen und sofort schützen, sobald du die Creme aufträgst. Früher hinterließen mineralische Filter einen weißen Schleier auf der Haut, was viele als störend empfanden – doch dank Nanotechnologie gehört das der Vergangenheit an.  Mit dieser Technik werden die Moleküle der Mineralien verkleinert, wodurch die Creme transparenter wird und sich angenehm auftragen lässt. Eine Kehrseite dieser Nanopartikel ist, dass auch sie über die Haut eindringen können – das hängt jedoch von der Form ab, davon, wie sie auf Sonnenlicht reagieren, und davon, in welchem Maß dein Körper sie abbauen kann. Nanopartikel auf Basis von Zinkoxid und Titandioxid können gut verwendet werden, solange sie beschichtet sind. Zinkoxid ist allerdings Titandioxid vorzuziehen, da dieses manchmal allergische Reaktionen auslösen kann, was möglicherweise fälschlicherweise für eine Sonnenallergie gehalten wird. Für die Feinschmecker:innen unter uns: Nanopartikel, die gar nicht oder kaum in die Haut eindringen können, sind zum Beispiel Tinosorb M (Methylene Bis-Benzotriazolyl Tetramethylbutylphenol) und Tinosorb A2B (Tris Biphenyl Triazine). Das Angebot an natürlichen Sonnencremes wächst weiter und bietet eine sehr gute Alternative zu den „normalen“ Sonnencremes mit synthetischen Filtern. Wähle dann eine natürliche Sonnencreme mit Breitbandschutz – sie schützt die Haut sowohl vor UVA- als auch vor UVB-Strahlung. 
 
In synthetischen Sonnencremes stecken verschiedene Filter, die durch die Haut eindringen können. Welche Stoffe solltest du in Sonnencreme am liebsten vermeiden?

Die INCI-Liste (International Nomenclature of Cosmetic Ingredients) gibt einen klaren Überblick über die international standardisierten Namen aller Stoffe, die in Kosmetika verarbeitet werden. Wir haben für dich eine Liste mit INCI-Namen der belastenden UV-Filter zusammengestellt. Diese Stoffe findest du nicht auf dem Etikett deiner gesunden Sonnencreme.

Check die INCI-Liste  

✘belastende UV-Filter – INCI-Name 

Benzophenone-3 (Oxybenzone) 

Benzophenone-4 (Sulisobenzone) 

4-Methylbenzylidene Camphor (Enzacamene) 

Homomenthyl Salicylate (Homosalate) 

Ethylhexyl Methoxycinnamate of Octyl Methoxycinnamate (Octinoxate) 

Octocrylene (Octocrylene) 

Octyldimethyl PABA / Ethylhexyl Dimethyl PABA (Padimate O) 

Isoamyl p-Methoxycinnamate (Amiloxate) 

 

Sonnencreme ohne Mist und die Umwelt

So weit zum Einfluss einer Sonnencreme auf deinen Körper – aber wie sieht es mit der Umwelt aus? Wenn du dich für eine natürliche Sonnencreme ohne Mist entscheidest, hilfst du neben deiner Gesundheit auch der Umwelt. Denn du kannst dir vorstellen, dass all die Tonnen Sonnencreme, die jedes Jahr im Meer landen, keinen positiven Beitrag zur Flora und Fauna unserer Ozeane leisten. Untersuchungen zeigen, dass synthetische UV-Filter wie Oxybenzon das Ökosystem stören, was zum Absterben von Korallenriffen beiträgt. Checke vor deinem Urlaub in ein exotisches Reiseziel am besten kurz, welche Sonnencreme dort erlaubt ist. Einige Länder wie Hawaii und Thailand haben zum Schutz der Korallenriffe die Verwendung von Sonnencremes mit diesen synthetischen UV-Filtern verboten.  

Was verwenden statt Sonnencreme? 

Aber was, wenn du es nicht magst, Sonnencreme aufzutragen – egal ob natürlich oder nicht? Wenn du dich davon klebrig oder schwitzig fühlst oder schlimmer noch: wenn du sogar buchstäblich Juckreiz bekommst? Keine Sorge: Auch du kannst deine tägliche Portion Lebensenergie aus der Sonne aufsaugen.  
Diese Tipps liefern für alle – mit oder ohne Sonnencreme – eine supergesunde Basis, here they come

  • Geh täglich 20 Minuten um die Mittagszeit spazieren, wenn die Sonne hoch steht, um so deine tägliche Portion Vitamin D zu bekommen. 
  • Such Abkühlung im Schatten und geh erst nach 16:00 Uhr in die volle Sonne. 
  • Das Tragen eines Sonnenhuts oder einer Kappe ist ein angenehmer Sonnenschutz für dein Gesicht.

Gut zu wissen

Natürliche Sonnencreme (ohne Mist) ist die cleverste Wahl, um dich vor schädlicher UV-Strahlung zu schützen. Synthetische Sonnencreme kann unangenehme Inhaltsstoffe enthalten, die du lieber nicht auf deiner Haut haben möchtest, während natürliche Varianten eine schützende Schicht bilden, ohne in die Haut einzuziehen. Das ist nicht nur gut für dich, sondern auch für die Umwelt. Wähle also bewusst und genieße die Sonne ohne Sorgen! 
 

TIPP: Trage deine natürliche Sonnencreme großzügig auf und wiederhole das regelmäßig – vor allem nach dem Schwimmen, Schwitzen oder Abtrocknen mit dem Handtuch. Selbst wenn die Sonnencreme wasserfest ist, ist es wichtig, sie für maximalen Schutz regelmäßig erneut aufzutragen. 

Quellen 

  1. Dr. Jetske Ultee via https://www.dr-jetskeultee.nl/wat-is-nanotechnologie/
  2. Consumentenbond via https://www.consumentenbond.nl/zonnebrand/duurzame-zonnebrand-en-het-milieu