Konzentration
Konzentration ist die Fähigkeit, die Aufmerksamkeit über längere Zeit auf ein Thema oder eine Aufgabe gerichtet zu halten. Die Konzentrationsfähigkeit hängt unter anderem von der Gesundheit des Nervensystems ab. Wenn die Reizübertragung gut funktioniert, ist es leichter, fokussiert zu bleiben, Informationen im Gedächtnis zu speichern und sie bei Bedarf wieder abzurufen.
Die Konzentrationsfähigkeit kann durch viele Faktoren negativ beeinflusst werden, zum Beispiel durch Schlafmangel, zu wenig Bewegung und ungesunde Ernährung. Umgekehrt kann die Konzentration daher gefördert werden, indem du für einen guten Nachtschlaf sorgst, regelmäßig Sport treibst (das fördert den Kreislauf und damit auch die Durchblutung des Gehirns) und dich nährstoffreich ernährst.
Von den folgenden Nährstoffen ist bekannt, dass sie eine wichtige Rolle für die Funktion des Gehirns spielen:
Magnesium, Vitamin C, Vitamin B1 (Thiamin), B3 (Niacin), B6 (Pyridoxin), Biotin, Folsäure und B12.
Eine abwechslungsreiche Ernährung liefert all diese Nährstoffe. In manchen Fällen kann jedoch eine Ergänzung in Form eines Multivitamins sinnvoll sein. Kinder und Teenager können zum Beispiel das Multi für Kind oder Teenager verwenden.
Die Omega-3-Fettsäure DHA (enthalten in Eiern, Fisch, Krill und einigen Algen) ist außerdem wichtig für die Erhaltung einer normalen Gehirnfunktion. In unserem Körper finden wir DHA vor allem im Gehirn, im Nervensystem und in der Netzhaut des Auges. Für Kinder ist DHA als flüssiges Öl mit Geschmack und in Form von Kaukapseln erhältlich. Die Gesundheitsbezogene Angabe „trägt zur Erhaltung einer normalen Gehirnfunktion bei“ ist laut EFSA nur für Nahrungsergänzungsmittel zulässig, die pro Tagesdosis mindestens 250 mg DHA liefern.
Andere Mittel
Koffein ist kein essenzieller Nährstoff, hat aber die Fähigkeit, die Konzentration vorübergehend zu fördern. Bekannte Quellen für Koffein sind Kaffee, Tee, Guarana, Yerba Maté und Gotu Kola.
Lecithin, zum Beispiel aus Eigelb, Sonnenblumenkernen und Sojabohnen, enthält die Bestandteile Phosphatidylcholin und Phosphatidylserin. Diese Phospholipide spielen eine wichtige Rolle für die Funktion unseres Gehirns, aber unser Körper bildet normalerweise selbst ausreichend Lecithin und nimmt auch über die Ernährung mehr als genug davon auf. Lecithin als Nahrungsergänzungsmittel ist vor allem für Senioren zu empfehlen. Für junge Menschen macht die Einnahme von zusätzlichem Lecithin wenig Sinn.
Außerdem gibt es verschiedene Kräuter, die zur Unterstützung der Blutzirkulation eingesetzt werden können (zum Beispiel Ginkgo biloba). Eine gute Blutzirkulation fördert nämlich eine gute Sauerstoffversorgung des Gehirns – mit dem Ergebnis einer besseren Funktion.
Auch beruhigende Kräuter können manchmal helfen, zum Beispiel weil übermäßige Anspannung den Nachtschlaf stört. Außerdem kann Anspannung („Lampenfieber“) bei zum Beispiel Prüfungen die Denkleistung beeinträchtigen. Kräuter wie Baldrian können für eine nicht ermüdende Entspannung verwendet werden.













