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Gesundheit

Was ist eine Detox-Kur und brauche ich sie zum Entgiften?

Bild von Yvonne Zuurbier

Während die einen eine jährliche Detox-Saftkur als angenehm empfinden, sind andere überzeugt, dass sogenanntes Detoxen wissenschaftlich nicht belegt ist. Trotzdem berichten viele Menschen, dass sie sich nach einer Detox-Kur oder einer Fastenphase energiegeladener, schlanker und fröhlicher fühlen. Wie kann das sein? Ist es ein Placebo-Effekt, bei dem dein Gehirn sofort reagiert, sobald du aktiv etwas für deine Gesundheit tust? Oder ist es wissenschaftlich vielleicht einfach schwer zu beweisen, dass Detox für manche eine angenehme, gesunde Unterstützung ist? Let's find out.


Dein Körper entgiftet auf natürliche Weise 

Fangen wir mit der guten Nachricht an: Unser Körper ist sehr gut darauf eingestellt, schädliche Stoffe loszuwerden. Dank unseres cleveren Stoffwechsels scheiden wir täglich Gift- und Abfallstoffe über die Nieren, die Lunge, das Lymphsystem und unsere Haut aus – wobei der Großteil der Arbeit von unserem Darm und (vor allem) der Leber erledigt wird. Die Entgiftung unseres Körpers ist ein Prozess, der aus zwei Phasen besteht: 

Phase 1: Das kannst du als Aktivierungsphase sehen, in der spezielle Enzyme in unserem Körper Giftstoffe umwandeln, um sie auf Phase 2 vorzubereiten. Sie werden in freie Radikale und andere Stoffe umgewandelt, die schnell eliminiert werden müssen. Bleiben diese Stoffe in Phase 1 zu lange „hängen“, können sie sogar noch schädlicher werden. 

Phase 2: In dieser Phase neutralisiert der Körper die schädlichen Stoffe aus Phase 1 und entfernt sie aus unserem Körper. Für das Neutralisieren der Giftstoffe in dieser Phase werden bestimmte Nährstoffe benötigt, darunter Aminosäuren (Eiweiße). Alle neutralisierten Stoffe werden schließlich über Urin, Galle oder Schweiß aus dem Körper gespült. 

Zwischen Phase 1 und Phase 2 besteht ein sorgfältiges Gleichgewicht. Wenn zum Beispiel Phase 1 gut funktioniert und Phase 2 nicht, kommt es im Körper zu einer Überlastung mit Giftstoffen, die zu lange in Phase 1 verbleiben. Wie Entgiften genau funktioniert, liest du in unserem anderen Blog: Sauberer Start: So entgiftest du deinen Körper 

Ist Detoxen notwendig? 

Obwohl unser Körper also sehr gut in der Lage ist, sich selbst von schädlichen Stoffen freizuhalten, steht er heutzutage durchaus stärker unter Druck – durch eine belastete Umwelt (verunreinigtes Trinkwasser, chemische Stoffe in Pflegeprodukten, Pestizide usw.), eine ungesunde Ernährung und Stress. Alles zusammen kann dazu führen, dass unser eigenes Entgiftungssystem überlastet wird und weniger effektiv funktioniert.

Eine Detox-Kur kann dann gewissermaßen als „Reset“ dienen: Du steigst aus deinem festen Ess- und Tagesrhythmus aus und nimmst deine Ernährung und Selbstfürsorge einmal genauer unter die Lupe. 

Wann ist Detoxen ein Go oder No-Go? 

Was verstehen wir unter einer sicheren Art zu entgiften? 
Es geht vor allem darum, Giftstoffe so weit wie möglich zu vermeiden: durch eine gesunde, vollwertige und abwechslungsreiche Ernährung, reines Wasser und ausreichend Schlaf. Tägliche Bewegung ist ebenfalls superwichtig – vor allem dein Lymphsystem braucht das, weil es keine Pumpe hat, die alles in Bewegung setzt. Tägliche Bewegung, bei der auch dein Puls ordentlich ansteigt, sorgt dafür, dass dein Lymphsystem gut aktiviert wird. Und wenn du morgens deinen Körper mit Trockenbürsten stimulierst und danach abwechselnd warm/kalt duschst, kannst du dir einen echten Kickstart in den Tag geben. Worauf wartest du noch? 

Fasten 

Fasten ist eine weitere Möglichkeit, mit der du deinen Körper beim Detoxen unterstützt. Fasten bedeutet, dass du für einen bestimmten Zeitraum (zum Beispiel 24 oder 48 Stunden) nichts isst. Dadurch gibst du deinem Körper und deiner Verdauung Ruhe, was den natürlichen Entgiftungsprozess unterstützt. Schon unsere fernen Vorfahr:innen haben gefastet – und auch in den letzten Jahren erlebt Fasten ein Comeback, wegen der gesundheitlichen Vorteile, die es bringen kann. 

Intermittent fasting

Du kannst Fasten auch vorübergehend zu einem täglichen Bestandteil deiner Routine machen, indem du in einem bestimmten Zeitraum des Tages nichts isst – besser bekannt als intermittierendes Fasten. So kannst du zum Beispiel dem 16:8-Protokoll folgen: Du isst 16 Stunden lang nichts und in den übrigen 8 Stunden nimmst du deine üblichen Mahlzeiten zu dir.  

Gut zu wissen

Welche Form von Detoxen oder Fasten dich auch anspricht: Wichtig ist zu wissen, dass für beides gilt: Es gibt kein one size fits all. Für Frauen gilt aufgrund des monatlichen Zyklus und des Hormonhaushalts oft eine andere Empfehlung als für Männer. Unsere Healthcoaches geben dir gerne eine persönliche Beratung, abgestimmt auf deine Situation. 

 

Quellen: