
Welche Kräuter passen zur Kälte? Ayurveda!
In jeder Jahreszeit arbeitet deine Verdauung anders. Das passt gut, denn auch unsere Ernährung verändert sich im Lauf der Jahreszeiten. Nicht ohne Grund bekommst du bei kaltem, ungemütlichem Wetter plötzlich einen unwiderstehlichen Appetit auf schwerere und größere Mahlzeiten. Unbewusst bist du damit beschäftigt, Vata, Pitta und Kapha ins Gleichgewicht zu bringen bzw. zu halten. Ganz automatisch isst du in den kalten Jahreszeiten warme und nahrhafte Gerichte wie eine kräftige Erbsensuppe und andere sättigende Suppen, Eintöpfe und Ofengerichte. Auch die Ayurveda bevorzugt im Herbst und Winter unter anderem ein warmes Frühstück wie Haferbrei, Nüsse und Trockenfrüchte.
Kräuter spielen eine wichtige Rolle in der Ayurveda
Sie geben deinen Gerichten nicht nur einen herrlichen Geschmack, sondern wirken auch anregend auf Verdauung und Stoffwechsel. Denk zum Beispiel an Zimt, Ingwer, Anis, Kardamom, Süßholz, Fenchel, Nelke und Basilikum. Diese Kräuter finden sich oft auch in vielen leckeren Tees wieder, die nach ayurvedischer Lehre auf den Markt gebracht werden; sie wirken an diesen kalten, nassen, dunklen Tagen eindeutig wärmend und anregend. Kühlendes Obst lässt sich übrigens ganz einfach „wärmend“ machen. Das erreichst du schon, indem du z. B. etwas Zimt über die Früchte streust.
Zimt
Hat einen herrlichen Duft und ist ein echter Geschmacksgeber, vor allem in süßen Gerichten (bekommst du auch spontan Lust auf Apfelkuchen?). Seit jeher verwendet man Zimt u. a. bei Typ-2-Diabetes (um den Blutzuckerspiegel zu regulieren), bei Erkältungen sowie bei Menstruations- und Verdauungsbeschwerden.
Anissamen
Hat ebenfalls einen günstigen Einfluss auf das Verdauungssystem. Er wird häufig bei Bauchkrämpfen eingesetzt und beruhigt den Magen. Anis ist außerdem ein Freund der Atemwege; er hat desinfizierende und schleimlösende Eigenschaften. Wegen seines süßen Geschmacks ist Anis auch bei kleinen Kindern sehr beliebt.
Kardamom
Ist eine Pflanze aus dem indischen Regenwald, die bei uns vor allem als Zutat in Spekulatius bekannt ist. Neben seiner Rolle als Geschmacksgeber wird dieses wärmende Gewürz traditionell auch zu medizinischen Zwecken eingesetzt. Die Zugabe von Kardamom macht Essen bekömmlicher und hilft außerdem unter anderem bei Übelkeit und Mundgeruch.
Süßholz
Ist ein Snack, der sowohl in Reformhäusern als auch in Süßwarenläden erhältlich ist; es ist tatsächlich gut für die Zähne! In der Ayurveda wird Süßholz häufig eingesetzt, um Husten entgegenzuwirken. Es wirkt schleimlösend und entzündungshemmend und ist wohltuend bei Halsschmerzen. Außerdem beruhigt Süßholz den Magen. Süßholz ist nicht für jede Person geeignet. Menschen mit Nierenproblemen oder hohem Blutdruck lassen Süßholz besser weg.
Autorin: Sanne van der Rijt





