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Gesundheit

Was spürst du, wenn du verliebt bist?

Bild von Caya Kerkhof

Verliebt sein: vielleicht das intensivste Gefühl, das es gibt. Dieses Kribbeln im Bauch, endlose Energie und dieses herrlich euphorische Gefühl. Aber auch schlaflose Nächte, kein Appetit und ein unruhiges Gefühl. Verliebtheit ist eine Achterbahnfahrt! Es klingt nicht so romantisch, aber die Gefühle, die du während der Verliebtheit erlebst, werden durch einen chemischen Prozess im Körper ausgelöst. Wie genau funktioniert das?


Verliebt sein: vielleicht das intensivste Gefühl, das es gibt. Kribbeln im Bauch, endlose Energie und dieses herrlich euphorische Gefühl. Aber auch schlaflose Nächte, kein Appetit und ein unruhiges Gefühl. Verliebtheit ist eine Achterbahnfahrt! Es klingt nicht so romantisch, aber die Gefühle, die du erlebst während der Verliebtheit, werden durch einen chemischen Prozess im Körper ausgelöst. Wie genau funktioniert das? 

So funktioniert Verlieben  

Wie genau man sich verliebt, darüber ist sich die Wissenschaft noch nicht einig. Aus Studien wissen wir jedoch, dass verschiedene Neurotransmitter (Botenstoffe, die im Nervensystem aktiv sind) bei diesem Prozess eine wichtige Rolle spielen. Einige wichtige sind: 

  • Phenylethylamin: sorgt für unendlich viel Energie und das Gefühl, dass du die Welt schaffen kannst. Kein Wunder also, dass du, wenn du verliebt bist, das Gefühl hast, weniger Schlaf zu brauchen und viel selbstbewusster in den Tag zu starten. 

  • Dopamin: aktiviert das Belohnungssystem und sorgt für ein zufriedenes und euphorisches Gefühl. Das ist auch der Stoff, der das bekannte „Liebe macht blind“ auslöst: Du gerätst in einen Verliebtheitsrausch, wodurch die Person, in die du verliebt bist, perfekt zu sein scheint. 

  • Adrenalin: sorgt für das nervöse Gefühl, das wir als Schmetterlinge im Bauch kennen. Dieses Gefühl entsteht, weil bei einer Stressreaktion (aus der Adrenalin hervorgeht) die Blutversorgung von Herz, Lunge und Muskeln Vorrang vor der Blutversorgung der Verdauungsorgane bekommt. Der Magen sendet daraufhin ein Signal – und das spüren wir als Schmetterlinge im Bauch.  

  • Oxytocin: ist auch als Kuschelhormon bekannt und vermittelt ein Gefühl von Sicherheit und Verbundenheit. Oxytocin spielt eine wichtige Rolle für den Erfolg langfristiger Beziehungen. Denn während die Dopaminproduktion mit der Zeit abnimmt und die Verliebtheit verschwindet, hält die Oxytocinproduktion in einer gesunden Beziehung an. 

  • Endorphin: wirkt schmerzlindernd, reduziert Stress und sorgt für ein glückliches Gefühl. Wie Oxytocin vermittelt auch Endorphin ein Gefühl von Ruhe und Sicherheit und wird bei sexueller Intimität freigesetzt, aber auch beim Sport, bei Schmerzen und bei kurzfristigem Stress. 

Für immer verliebt? 

Wenn man es ganz schwarz-weiß betrachtet, sind Phenylethylamin, Dopamin und Adrenalin vor allem in der Anfangsphase sehr wichtig, um Verliebtheit zu entwickeln. Oxytocin und Endorphin spielen ebenfalls am Anfang, aber vor allem langfristig eine entscheidende Rolle in der Entwicklung einer langfristigen Beziehung. Nach etwa 1,5 bis 3 Jahren sinkt der Dopaminspiegel auf einen normalen Wert im Körper, und du beginnst nach und nach auch die weniger schönen Seiten deines Partners zu sehen. Back to reality! Das ist eine entscheidende Phase, in der sich Verliebtheit – oder eben nicht – in Liebe verwandelt. Liebe zwischen zwei Menschen lässt sich natürlich nicht nur über diese fünf Neurotransmitter definieren, sondern hängt von vielen weiteren Botenstoffen und Faktoren ab. In diesem Bereich gibt es auch noch eine Menge, das wir nicht wissen. Und genau das ist auch die Magie der Liebe.

Online-Dating: warum ja oder nein

Wo früher der Funke in der Kneipe übersprang, passiert das heute immer häufiger online. Die Zahlen sprechen für sich: Jede:r dritte Single nutzt Online-Dating, und 14 % der niederländischen Paare haben sich über das Internet kennengelernt (CBS). Wir swipen, liken und chatten drauflos – in der Hoffnung, dieses eine Gefühl zu finden: Verliebtheit. Zeit, beim Online-Dating noch kurz innezuhalten: Was sind die Vor- und Nachteile?

Online kannst du dich von deiner besten Seite zeigen, du triffst Menschen, denen du im echten Leben wahrscheinlich nie begegnet wärst, und du kannst in Ruhe herausfinden, ob es sich lohnt, sich auch offline zu verabreden. Doch das hat auch eine Kehrseite. Durch die riesige Auswahl wirst du immer wählerischer, und „das Gras ist auf der anderen Seite grüner“ spukt dir ständig im Kopf herum. Außerdem sind die meisten Dating-Apps auf Sucht ausgelegt: Das ständige Swipen und die immerwährende Chance, dass die nächste Person noch toller ist, machen es schwer aufzuhören oder eine echte Verbindung zu den Matches aufzubauen, die du bereits hast. Zusätzliche Trigger wie ein neues Match oder eine neue Nachricht sorgen zudem für das ständige Verlangen nach mehr. Mehr Matches, mehr Chancen, mehr Bestätigung.

Von online zu offline

Unser Tipp: Warte nicht zu lange mit einem „Offline“-Date. Online-Dating kann in der Anfangsphase richtig Spaß machen – aber trefft euch so schnell wie möglich im echten Leben. Nehmt euch Zeit füreinander, investiert in die Verbindung. Dann spürst du ganz von selbst, ob es passt. Auf deinen Körper und dein Gefühl zu hören, ist entscheidend – auch, oder gerade, in der Liebe. 

Love more

Liebe ist etwas, das man teilt. Mit deinem Partner, deinen Kindern, Freund:innen oder deinem Haustier. Aber auch: ein Kompliment für Kolleg:innen, ein kurzer Plausch mit dem Nachbarn oder dich selbst so richtig verwöhnen.  Denn: you can't pour from an empty cup! Achte gut auf dich, baue jeden Tag Entspannung ein, damit du anschließend wieder voller Energie andere zum Strahlen bringen kannst.