
Was passiert in deinem Körper während der Wechseljahre?
Die Wechseljahre sind eine Phase, die jede Frau erlebt. Trotzdem wird noch wenig darüber gesprochen. Das möchten wir gerne ändern. Wusstest du, dass die Wechseljahre insgesamt etwa fünf bis zehn Jahre dauern können? In diesen Jahren kannst du unangenehme Beschwerden erleben – Hitzewallungen sind dabei die bekanntesten. Woher kommen diese Beschwerden? Das haben wir für dich recherchiert.
Die drei Phasen der Wechseljahre
Die Wechseljahre bestehen aus drei Phasen: der Perimenopause, der Menopause und der Postmenopause.
Die Perimenopause: 4–6 Jahre vor der Menopause
Die Perimenopause ist die Zeit, bevor du deine letzte Menstruation hast. Im Durchschnitt können ab dem 35. Lebensjahr hormonelle Veränderungen auftreten. Das passiert sehr allmählich, daher ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass du es bemerkst. Ab etwa 40 kannst du merken, dass sich deine Menstruation verändert. Diese Phase ist gekennzeichnet durch ausbleibende Eisprünge und unregelmäßige Blutungen. Dabei können die Abstände zwischen den Perioden kürzer werden oder die Blutung bleibt länger aus. Auch die Blutungen selbst können sich verändern: stärker oder schwächer. Die Perimenopause dauert etwa 4–6 Jahre, und während dieser Zeit sinken die Östrogenspiegel allmählich. Das gilt auch für die Progesteronproduktion. Häufig sinkt der Progesteronspiegel noch schneller als die Östrogenspiegel, wodurch es zu einer Östrogendominanz kommt. Das kann ebenfalls Beschwerden verursachen, wie Gewichtszunahme, Haarausfall, PMS, Stimmungsschwankungen und Schlaflosigkeit.
Die Menopause: deine letzte Menstruation
Die Menopause ist die letzte Menstruation einer Frau. Der Zeitpunkt der Menopause wird rückblickend bestimmt – ein Jahr nachdem die Menstruation ausgeblieben ist. Die letzte Menstruation tritt ein, wenn die Eierstöcke keine fruchtbaren Eizellen mehr haben. Es werden nahezu kein Östrogen und Progesteron mehr gebildet, und das Fortpflanzungssystem verliert seine Funktion. Als Frau bist du nicht mehr fruchtbar.
Die Postmenopause: 2–5 Jahre nach der Menopause
Die Postmenopause ist die Zeit ab einem Jahr nach der Menopause. In der Postmenopause produzieren die Eierstöcke keine Hormone mehr, wodurch das hormonelle Gleichgewicht gestört wird. Die weiblichen Östrogenhormone, die dennoch im Körper vorhanden sind, werden dann in den Nebennieren und im Fettgewebe statt in den Eierstöcken gebildet. Meist reicht das jedoch nicht aus, um deine Hormone wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Dadurch kannst du auch in dieser Phase noch unter den typischen Wechseljahresbeschwerden leiden. Es kann einige Jahre dauern, bis Körper und Geist eine neue Balance gefunden haben und du als Frau ein neues hormonelles Gleichgewicht erreicht hast.
Woran erkennst du, ob du in den Wechseljahren bist?
Die Wechseljahre zu erkennen, kann schwierig sein. Es gibt jedoch einige häufige Anzeichen, die darauf hindeuten können, dass du dich in dieser Phase befindest. Dazu zählen eine unregelmäßige Menstruation, Hitzewallungen und nächtliches Schwitzen, Stimmungsschwankungen, vaginale Trockenheit oder Veränderungen im Schlafmuster. Denk aber daran, dass diese Symptome auch andere Ursachen haben können – daher ist es sinnvoll, dir Rat bei deiner behandelnden Ärztin oder deinem behandelnden Arzt zu holen.
Was sind typische Wechseljahresbeschwerden?
Die wichtigsten Beschwerden während der Wechseljahre werden durch niedrigere Östrogenspiegel verursacht. Häufige Beschwerden von Frauen in den Wechseljahren sind:
- Hitzewallungen und Nachtschweiß
- Gewichtszunahme
- Osteoporose, Knochenschwund
- Schlafprobleme
- Trockene Schleimhäute
- Gelenk- und Muskelschmerzen
- Stimmungsschwankungen, Depressionen, Angst
- Muskelschwäche und Kraftverlust
- Hautalterung
- Haarausfall
- Migräne
- Schmerzende Brüste
- Blasenprobleme
- Herzklopfen
- Pilzinfektionen
Eine ganze Liste. Zum Glück ist es nicht so, dass du auch alle Beschwerden erleben wirst. Es ist von Frau zu Frau sehr unterschiedlich, welche Beschwerden auftreten und wie stark sie sind. Das bedeutet natürlich nicht, dass du das einfach hinnehmen musst. Wir sind für dich da – mit persönlicher Beratung und einem offenen Ohr –, um dich durch diese Achterbahn der Veränderungen zu begleiten, damit du dich als Frau im Gleichgewicht fühlst.
Was kannst du gegen Wechseljahresbeschwerden tun?
Da jede Frau die Wechseljahre anders erlebt, ist es schwierig, einen einzigen Rat zu geben. Jede Frau und jede Wechseljahresphase ist anders – umso wichtiger ist ein persönlicher Ansatz. Es gibt jedoch einige Ernährungs- und Lebensstilfaktoren, die Wechseljahresbeschwerden verringern können:
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Iss Lebensmittel mit niedriger glykämischer Last
Die glykämische Last zeigt an, wie stark der Blutzuckerspiegel nach dem Verzehr eines Lebensmittels ansteigt. Je höher die glykämische Last, desto mehr Insulin wird gebildet. Je niedriger die glykämische Last, desto ruhiger kann deine Bauchspeicheldrüse mit der Insulinproduktion reagieren. Ein stabiler Blutzuckerspiegel unterstützt die Hormonbalance. Beispiele für Lebensmittel mit niedriger glykämischer Last sind Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte wie Quinoa und Hafer sowie gesunde Fette wie Nüsse, Samen und Avocado.
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Iss Lebensmittel, die reich an Phytoöstrogenen sind
Vielleicht hast du gelernt, dass du Sojaprodukte nicht zu viel essen solltest, weil sie Hormone enthalten – in den Wechseljahren ist das jedoch etwas anders. Lebensmittel mit Phytoöstrogenen, darunter Soja, können nämlich dabei helfen, Wechseljahresbeschwerden zu verringern. Wichtig ist dabei, dass dein Körper in der Lage ist, Phytoöstrogene in aktivere Metaboliten umzuwandeln. Dafür ist eine gute Darmgesundheit sehr wichtig. Lebensmittel, die reich an Phytoöstrogenen sind, sind neben Soja zum Beispiel auch Hülsenfrüchte, blaue Trauben, Brokkoli und Nüsse.
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Sorge für ausreichend Bewegung
Bewegung wirkt sich positiv auf die Hormonaktivität und die Hormonbalance bei Frauen aus. Außerdem sorgt Bewegung dafür, dass du besser vor Stoffwechselerkrankungen wie Übergewicht, Diabetes und Osteoporose geschützt bist. Wenn du dich regelmäßig bewegst, senkt das unter anderem die Anzahl der Hitzewallungen, verringert Schlaflosigkeit und stärkt das Selbstvertrauen.
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Minimiere Stress
Zu viel oder zu häufiger Stress ist eine starke Belastung für den Körper und kann Körper und Geist deutlich aus dem Gleichgewicht bringen – etwas, das du gerade in den Wechseljahren möglichst vermeiden möchtest. Außerdem erhöht Stress das Stresshormon Cortisol. Das kann wiederum die Balance anderer Hormone stören. Du kannst an deinem Stresslevel arbeiten, indem du zum Beispiel meditierst, dich ausreichend bewegst und zwischendurch offline gehst. Auch Bildschirmzeit kann sich für deinen Körper nämlich wie Stress anfühlen.






