
Vitamin K2: Was ist das und wofür ist es gut?
Vitamin K ist ein fettlösliches Vitamin und stammt vom dänischen Begriff „Koagulations Vitamin“, den der dänische Forscher Hendrik Dam dem Nährstoff gegeben hat. Koagulation – wie man es auf Niederländisch schreibt – ist ein anderes Wort für Blutgerinnung. Hendrik Dam entdeckte nämlich zu Beginn des letzten Jahrhunderts, dass Vitamin K in unserem Körper eine blutgerinnungsfördernde Wirkung hat. Erst relativ kürzlich wurde durch wissenschaftliche Forschung nachgewiesen, dass Vitamin K in unserem Körper für noch mehr wichtig ist. Es trägt nämlich zur Erhaltung starker Knochen bei, indem es die Aufnahme von Calcium in unserem Knochengewebe unterstützt. Dabei geht es vor allem um die gut verfügbare Form Vitamin K2.
Was ist Vitamin K2?
Was ist der Unterschied zwischen Vitamin K1 und Vitamin K2?
Vitamin K lässt sich in K1 (u. a. Phytomenadion) und K2 (Menachinon) unterteilen. Vitamin K1 ist für unseren Körper im Gegensatz zu Vitamin K2 schwerer aufzunehmen. Trotzdem nehmen wir über unsere westliche Ernährung vor allem viel Vitamin K1 auf, da es in verschiedenen (vor allem) grünen Gemüsesorten vorkommt. Am meisten Vitamin K1 findest du in:
- Mangold 830 mcg pro 100 Gramm
- Grünkohl 623 mcg pro 100 Gramm
- Spinat 394 mcg pro 100 Gramm
Außerdem steckt es auch in Endivie, Kohl, Brokkoli, aber zum Beispiel auch in grünem Tee. Einen kleinen Teil der Vitamin-K1-Aufnahme kann unser Körper in Vitamin K2 umwandeln. Rund 90 % unserer Vitamin-K-Aufnahme betrifft Vitamin K1 und nur 10 % Vitamin K2 – daher ist es wichtig, darauf zu achten, dass du auch ausreichend Vitamin K2 aufnimmst.
Vitamin K2
Vitamin K2 wird mit MK (Menachinon) bezeichnet und lässt sich in verschiedene Varianten unterteilen, nämlich MK4, MK6, MK7, MK8 und MK9. Aus der Vitamin-K2-Familie ist MK7 in unserem Körper am besten verfügbar. Für eine Vitamin-K2-Supplementierung wird daher auch die MK7-Variante für Nahrungsergänzungsmittel verwendet. Vitamin K2 wird von bestimmten Bakterien gebildet und kommt vor allem in kleinen Mengen in fermentierten Lebensmitteln wie Quark, Joghurt und Käse vor. Außerdem ist es in begrenztem Umfang auch in Fleisch und Eiern enthalten. Eine der bekanntesten und reichsten Quellen für Vitamin K2 ist das japanische Natto – das sind fermentierte Sojabohnen, die pro 100 Gramm etwa 1000 mcg K2 enthalten! Zum Vergleich: Käse enthält etwa 10 mcg K2 pro 100 Gramm. Natto ist nicht nur eine reichhaltige Quelle, sondern enthält auch die MK7-Variante, von der Studien1 zeigen, dass diese Form die höchste Bioverfügbarkeit hat. Natto wird daher häufig als natürliche Quelle genutzt, um Vitamin K2 für Nahrungsergänzungsmittel zu gewinnen.
Synergie mit Vitamin D3
Ein wichtiges Vitamin, das eng mit Vitamin K2 zusammenarbeitet, ist Vitamin D3. Es trägt zur Aufnahme von Calcium und Phosphor aus der Nahrung bei und unterstützt damit auch die normale Festigkeit der Knochen. Bei der Einnahme von Vitamin D3 wird empfohlen, zusätzlich Vitamin K2 zu supplementieren – aufgrund der Synergie, die diese beiden Vitamine haben. Es gibt Nahrungsergänzungsmittel, die beide Vitamine in 1 Kapsel liefern, wie zum Beispiel das Super K2 von Vitaminstore.
Autorin: Noëlle van Seggelen





