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Gesundheit

Trockene Schleimhäute in den Wechseljahren? Das kannst du tun

Bild von Caya Kerkhof

Du blinzelst ständig, schluckst und rutschst unruhig auf deinem Stuhl hin und her. Aber nichts scheint gegen das zu helfen, was du spürst: trockene Schleimhäute. Ein häufiges Phänomen bei Frauen in den Wechseljahren. Wie kommt es dazu, dass du in den Wechseljahren trockene Schleimhäute bekommst – und was kannst du dagegen tun? Lies einfach weiter.


Was sind trockene Schleimhäute? 

Fangen wir damit an, Schleimhäute besser zu verstehen. Schleimhäute spielen eine entscheidende Rolle in unserem Immunsystem, weil sie die erste Verteidigungslinie unseres Körpers bilden. Sie bedecken Bereiche, die direkt Luft, Nahrung und anderen äußeren Einflüssen ausgesetzt sind. Schleimhäute findest du unter anderem in den Augen, im Mund, in der Nase, im Rachen, in der Lunge, in der Vagina, in der Blase und im Darm. 

Der Schleim, den unsere Schleimhäute produzieren, hilft dabei, Abfallstoffe abzutransportieren. Denk an Nasensekret aus der Nase, Tränen aus den Augen oder Ausfluss aus der Vagina. Veränderungen in deinem Hormonhaushalt, aber auch Alter, Ernährung, Stress oder Medikamente können die Gesundheit der Schleimhäute beeinflussen. 

Trockene Schleimhäute haben eine verminderte Schleimproduktion. Weil Feuchtigkeit fehlt, kann es zu Reizungen, Juckreiz oder sogar Schmerzen kommen.  

Vaginale Trockenheit: ein häufiges Symptom in den Wechseljahren 

Auch unsere Vagina enthält Schleimhäute. Während der Wechseljahre verändert sich in deinem Körper vieles – so werden die Vaginalwand und die Schamlippen dünner und trockener. Das liegt an einer verringerten Produktion der Hormone Östrogen und Progesteron. Denn diese Hormone sorgen dafür, dass unsere Schleimhäute und die Vaginalflora – die Bakterien in unserer Vagina – gesund bleiben und im Gleichgewicht sind. 

Eine gesunde Vaginalflora enthält viele Laktobazillen – eine bestimmte Art von Bakterien – und eine geringe bakterielle Diversität, also wenige unterschiedliche Bakterien. Frauen mit einer gesunden Vaginalflora haben weniger Beschwerden durch vaginale Trockenheit als Frauen, bei denen das Verhältnis umgekehrt ist: weniger Laktobazillen und eine höhere bakterielle Diversität.  

Warum bekommst du in den Wechseljahren trockene Schleimhäute? 

Eine verminderte Östrogenproduktion in den Wechseljahren kann die Schleimhäute austrocknen. Denk an trockene Augen, einen trockenen Mund oder vaginale Trockenheit. Während der Wechseljahre produziert dein Körper nach und nach immer weniger Östrogen und Progesteron. Dadurch wird die Haut der Vagina dünner und schwächer. Das nennt man vaginale Atrophie und sie geht mit Trockenheit, Reizungen, Juckreiz, Schmerzen beim Sex sowie vaginalen Infektionen und Harnwegsinfektionen einher.  

Wie sorgst du in den Wechseljahren gut für deine Schleimhäute? 

Sorge gut für deine Schleimhäute. Das sind unsere Tipps:

1. Regeneration mit Zink  

Zink ist ein essenzielles Mineral – das bedeutet, dass unser Körper es nicht selbst bildet und wir es nur über die Ernährung aufnehmen können. Zink trägt zur Bildung von Zellen und Gewebe bei, aus denen unser ganzer Körper – und damit auch unsere Schleimhäute – besteht. Außerdem trägt Zink zu einem normalen Hormonhaushalt bei. Zink findest du in großen Mengen unter anderem in Austern und anderen Meeresfrüchten, Nüssen, Samen und Vollkornprodukten.  

2. Schutz mit Vitamin E 

Vitamin E ist ein Antioxidans – das bedeutet, dass es den Körper vor äußeren Einflüssen schützt und dabei hilft, gesunde Zellen und Gewebe zu erhalten. Vitamin E findest du unter anderem in Nüssen, Samen, Kernen, Keimlingen, grünem (Blatt-)Gemüse und Mais.