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Fit & vital

Gut für dein Gehirn

Dein Gehirn auf Hochtouren laufen zu lassen, passiert nicht von allein! Ein Zusammenspiel verschiedener Stoffe im Gehirn sorgt dafür, dass dieses komplexe Organ optimal funktionieren kann. Sauerstoff darf natürlich nicht fehlen, aber auch Nährstoffe wie Glukose und Botenstoffe wie Neurotransmitter sind essenziell. Das ist nur ein kleiner Ausschnitt aus einer großen Bandbreite an Stoffen, die nötig sind, damit alle Prozesse reibungslos ablaufen. Neben Glukose gibt es auch einige andere Nährstoffe, die zur Gehirnfunktion beitragen. Welche das genau sind, erfährst du hier!


Magnesium für dein Gehirn

Magnesium ist gut für dein Gedächtnis, deine Konzentration und deine Lernfähigkeit. Außerdem trägt dieses Mineral zu den Gehirn- und Nervenfunktionen bei, die an deinem Denkvermögen beteiligt sind. Aber wie gelangt dieses wichtige Mineral in deinen Körper? Mineralstoffe (Mikronährstoffe) wie Magnesium kommen im Boden (in der Erde) vor. Pflanzen nehmen während des Wachstums Mineralstoffe aus der Erde auf, und wenn wir die essbaren Teile einer Pflanze (Gemüse und Obst) essen, nehmen wir diese Mineralstoffe auf. Dafür ist es natürlich wichtig, dass der Boden reich an diesen Mikronährstoffen ist, damit Gemüse und Obst sie überhaupt enthalten können. Leider läuft das in den letzten Jahren zunehmend schief. Der Boden ist durch falsche Anbaumethoden ausgelaugt – zum Beispiel, wenn immer wieder dieselbe Fläche genutzt wird, sodass sich der Boden nicht erholen kann, oder wenn ständig dieselbe Kultur angebaut wird, wodurch immer wieder dieselben Nährstoffe aus dem Boden gezogen werden. Das hat zur Folge, dass die Magnesium-Menge in unserer Ernährung in den letzten Jahrzehnten abgenommen hat. Und das ist schade, denn gerade Magnesium ist für rund 300 Prozesse in deinem Körper enorm wichtig – darunter auch für das gute Funktionieren deines Gehirns. Die Referenzmenge für Magnesium liegt bei 375 mg pro Tag.

Omega-3-Fettsäure DHA

Ein weiterer Nährstoff, der „gut für dein Gehirn“ ist, ist die Omega-3-Fettsäure DHA. DHA ist nämlich ein wichtiger Baustein des Gehirns und trägt dadurch mit dazu bei, dass das Gehirn gut funktioniert – bei einer täglichen Aufnahme von mindestens 250 mg DHA. Dein Körper kann DHA theoretisch selbst aus der essenziellen Omega-3-Fettsäure ALA herstellen, allerdings läuft diese Umwandlung in der Praxis leider nicht optimal. Das kann verschiedene Gründe haben, wie zum Beispiel:

  • das Fehlen wichtiger Nährstoffe, die für die Umwandlung benötigt werden
  • Ernährung mit Koffein, Alkohol und ungesunden Fetten, die sich negativ auf ein wichtiges Enzym auswirken, das an der Bildung von DHA beteiligt ist
  • Faktoren wie Vererbung, Geschlecht und Alter

Die Empfehlung ist, täglich 250 mg DHA aufzunehmen. Umso wichtiger ist es also, darauf zu achten, dass du ausreichend Lebensmittel isst, die reich an dieser Omega-3-Fettsäure sind – wie fetter Fisch, Krusten- und Schalentiere sowie Algenprodukte.

Vitamin C

Ein Vitamin, das vor allem für seinen positiven Einfluss auf das Immunsystem bekannt ist, aber noch so viel mehr kann. Vitamin C ist nämlich auch an der Funktion und dem psychologischen Funktionieren des Gehirns beteiligt. Es trägt zu einem klaren Geist und einer guten Stimmung bei. Wie Magnesium ist es außerdem günstig für Lernfähigkeit, Konzentration und Gedächtnis. Eine optimale tägliche Menge an Vitamin C liegt zwischen 1 und 3 Gramm pro Tag. Wenn du ausreichend Vitamin C über die Ernährung aufnehmen möchtest, ist es wichtig, jeden Tag mindestens 500 Gramm Gemüse und 2 Portionen Obst zu essen.

Natürlich gibt es noch viele andere Nährstoffe, die gut fürs Gedächtnis und damit „gut für dein Gehirn“ sind, wie B-Vitamine, Eisen, Jod und Zink. Deshalb ist es super wichtig, jeden Tag abwechslungsreich zu essen. In Kombination mit ausreichend Schlaf, Ruhe und Bewegung sorgst du dafür, dass dein Gehirn happy und healthy bleibt!

Autorin: Noëlle van Seggelen