
Alles über: PCOS
Das Polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS) ist eine häufige hormonelle Störung bei Frauen. Bei PCOS bilden Frauen mehr androgene Hormone wie Testosteron, und die Hormonspiegel von Östrogen und Progesteron sind erniedrigt. Das führt zu einem hormonellen Ungleichgewicht, das sich in verschiedenen Beschwerden äußern kann.
Aktualisiert: 28-10-2025
Ein unregelmäßiger Zyklus, Hautprobleme oder ein ausbleibender Eisprung – das sind Signale, die dir dein Körper nicht ohne Grund gibt. Das Polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS) ist ein hormonelles Ungleichgewicht, mit dem viele Frauen zu tun haben – oft, ohne es sofort zu wissen. Was verursacht es? Und noch wichtiger: Was kannst du tun, um deine Hormone wieder ins Gleichgewicht zu bringen? In diesem Blog liest du, was PCOS genau ist, welche Symptome dazugehören und welche Lifestyle-Entscheidungen du schon heute treffen kannst, um dich wieder energiegeladen und im Gleichgewicht zu fühlen.
Was ist PCOS?
Das Polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS) ist eine häufige hormonelle Störung bei Frauen. Bei PCOS bilden Frauen mehr androgene Hormone wie Testosteron, und die Hormonspiegel von Östrogen und Progesteron sind erniedrigt. Das führt zu einem hormonellen Ungleichgewicht, das sich in verschiedenen Beschwerden äußern kann. Durch die erhöhte Präsenz von Testosteron reifen die Follikel in den Eierstöcken nicht vollständig aus und wandeln sich in Zysten um. Weil die Follikel nicht ausreifen, bleibt auch die Ovulation aus – es findet also kein Eisprung statt. Das kann zu ausbleibender Menstruation und Fruchtbarkeitsproblemen führen.
PCOS-Merkmale auf einen Blick:
- Unregelmäßiger Zyklus oder gar keine Menstruation
- Schmerzhafte, starke Menstruationen
- Zysten an den Eierstöcken
- Erhöhtes Testosteron
- Fruchtbarkeitsprobleme
- Übergewicht (manchmal Untergewicht)
- Insulinresistenz
- Vermehrte Körperbehaarung
- Hautprobleme
Was verursacht PCOS?
PCOS kann durch Insulinresistenz, Übergewicht, Stress und (niedriggradige) Entzündungen verursacht werden, es wird aber vermutet, dass es auch teilweise genetisch bedingt ist. Es ist also ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren, die sich gegenseitig beeinflussen und dazu führen können, dass PCOS zum Ausdruck kommt.
Vor allem Insulinresistenz ist ein wichtiger Trigger. Wenn deine Zellen weniger empfindlich auf Insulin reagieren, produziert dein Körper mehr Insulin. Das stimuliert die Produktion von LH (luteinisierendes Hormon), was wiederum den Testosteronspiegel erhöht. Außerdem hemmt Insulin die Bildung von SHBG (Sex Hormone-Binding Globulin), einem Eiweiß, das Testosteron inaktiviert. Das Ergebnis: mehr aktives Testosteron in deinem Körper.
Was tun bei PCOS-Beschwerden?
Zum Glück lässt sich Insulinresistenz mit gesunder Ernährung und täglicher Bewegung gut in den Griff bekommen oder beheben. Wichtig ist, den Blutzuckerspiegel stabil zu halten, indem du:
- die Anzahl der Essenszeiten anpasst, zum Beispiel 3 Mahlzeiten pro Tag ohne Snacks zwischendurch
- die Kohlenhydratzufuhr reduzierst: Ersetze Brot, Pasta und Reis durch Samen-Cracker, Brokkoli- oder Blumenkohlreis und Pasta aus Zucchini
- mehr Eiweiß (Quark, Tempeh, Fisch, Tofu) und gesunde Fette (Nüsse, Samen, Avocado, fetter Fisch) in deine Ernährung integrierst
- nüchtern aktiv bist: Mach nach dem Aufwachen einen Spaziergang von mindestens 30 Minuten, bevor du mit dem Frühstück beginnst
- Intermittent fasting: Länger als 18 Stunden zu fasten hilft, die Körperzellen wieder insulinempfindlich zu machen. Das Zeitfenster, in dem du isst, kannst du selbst bestimmen, zum Beispiel zwischen 12:00 und 18:00 Uhr oder zwischen 14:00 und 20:00 Uhr.
Wenn du dein Essverhalten anpasst und dich mehr bewegst, wird auf Dauer auch das Gewicht abnehmen – das hilft, Insulinresistenz anzugehen. Schon allein mit Lifestyle-Anpassungen können Frauen mit PCOS ihre Gesundheit oft deutlich verbessern.
Nahrungsergänzungsmittel bei PCOS
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Achtung: Dieser Artikel dient der Information und ersetzt in keiner Weise medizinischen Rat. Lass dich immer von deiner behandelnden Ärztin bzw. deinem behandelnden Arzt oder einer anderen medizinischen Fachperson beraten.






