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Gesundheit

7 Tipps für ein schärferes Gehirn

Das Gehirn ist das komplexeste Organ in unserem Körper. Bei jeder Aufgabe, die wir ausführen – von simpel bis komplex – nutzen wir dieses Organ. Umso besser also, wenn du dein Gehirn weiter trainierst. Zum Glück gibt es viele Möglichkeiten, deine grauen Zellen fit zu halten. Von einfachen motorischen und Denkübungen über gesunde Ernährung bis hin zur Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln: Lies unten unsere Tipps.


Das Gehirn ist das komplexeste Organ in unserem Körper. Bei jeder Aufgabe, die wir ausführen – von simpel bis komplex – nutzen wir dieses Organ. Umso besser also, wenn du dein Gehirn weiter trainierst. Zum Glück gibt es viele Möglichkeiten, deine grauen Zellen fit zu halten. Von einfachen motorischen und Denkübungen bis hin zu gesunder Ernährung: Lies unten unsere Tipps.

Trainiere dein Gehirn

Dein Gehirn weiter zu fordern ist nicht nur wichtig fürs Gedächtnis und um wach und klar zu bleiben – es macht auch Spaß! Durch Lesen, Spielen, das Lösen kniffliger Aufgaben und indem du nie aufhörst zu lernen, hältst du dein Gehirn fit.

In Bewegung!

Ja, da ist er wieder – der Klassiker. Aber es gibt ausreichend wissenschaftliche Belege dafür, dass genügend Bewegung sehr wichtig ist, um den kognitiven Abbau, der mit dem Älterwerden einhergeht, zu verlangsamen. Beim Bewegen regen wir die Ausschüttung von Stoffen an, die für die Entwicklung, das Wachstum und die Funktion von Gehirnzellen essenziell sind (Neurotrophine). Du musst wirklich keinen Marathon laufen, um von diesen wertvollen Neurotrophinen zu profitieren. Wenn du dich jeden Tag 30 Minuten bewegst (raus an die frische Luft, spazieren gehen, Rad fahren, in der Mittagspause eine Runde drehen), nimmst du die Vorteile fürs Gehirn schon mit.

Versorge deine Gehirnzellen

Dein Gehirn funktioniert optimal mit einer großen Vielfalt an Nährstoffen, Fetten, Kohlenhydraten und Eiweiß sowie einer breiten Auswahl an Vitaminen und Mineralstoffen. Mit einer abwechslungsreichen, bunten Ernährung und indem du maßvoll isst, beugst du Übergewicht vor und hältst dein Gehirn fit. Vor allem Lebensmittel mit Omega-3-Fettsäuren, Vitamin B, Vitamin C und Mineralstoffen wie Magnesium und Eisen scheinen zu einem gut funktionierenden Gehirn beizutragen. Nicht zu rauchen und keinen Alkohol zu trinken hilft bei dieser Mission natürlich ebenfalls. So tragen Vitamin C, Vitamin B, Magnesium und Eisen zu einer normalen Gedächtnisfunktion bei, und die Omega-3-Fettsäure DHA trägt zur Erhaltung einer normalen Gehirnfunktion bei (bei einer täglichen Aufnahme von 250 mg DHA).

Ruh dich ausreichend aus

Morgen- und Abendmenschen gibt es wirklich – genauso wie Unterschiede bei der Anzahl an Stunden Schlaf, die ein Mensch im Durchschnitt braucht. Die biologische Uhr – gesteuert im Hypothalamus – läuft nicht bei allen gleich. Ein Abendmensch wird später müde als ein Morgenmensch. Das bedeutet aber trotzdem, dass ausreichend Schlaf entsprechend deinem persönlichen Bedarf (oder Biorhythmus) wichtig ist, damit dein Gehirn gut funktioniert. Während des Tiefschlafs erholt sich dein Körper; in der REM-Phase (Traumphase) bekommen deine Gehirn die Zeit, die Ereignisse und Emotionen des Tages zu verarbeiten.

Such dir (gemeinsam) eine Herausforderung

Denkspiele wie Sudoku, Schach, das Lösen von Rätseln, Puzzles usw. halten das Gehirn fit. Genauso wie das Erlernen neuer Fähigkeiten. Eine neue Sprache zu lernen oder deine Skills als Fotograf:in zu vertiefen, ist mental herausfordernder als deine Lieblingsserie zu schauen. Zeichnen stärkt zum Beispiel deine kognitiven Funktionen – auch wenn du kein Rembrandt van Rijn bist. Und nimm dir ruhig auch mal gemeinsam mit jemand anderem eine Herausforderung vor! Menschen, die sozial aktiv sind, haben ein geringeres Risiko für psychische Erkrankungen wie Demenz und Alzheimer. Entkommt mit deinen Partner:innen in crime aus einem Escape Room oder hol das Schachbrett mal wieder vom Dachboden. Vielleicht bist du ja die neue Beth Harmon (The Queen’s Gambit)?

Schalt dein Gehirn aus

Dein Gehirn wirklich auszuschalten geht natürlich nicht, aber von all dem Socializing wird man schon mal „menschenmüde“. Zeit für einen Moment nur mit dir selbst und deinem Kopf – zum Beispiel während einer Meditationssession. Mindfulness hat in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen, und das ist kein Wunder. Die Wirkung, Zeit in Stille zu verbringen, ist enorm. So kann es zum Beispiel für mehr mentale Flexibilität sorgen; es verbessert Aufmerksamkeit, Fokus, Empathie und Resilienz. Nicht umsonst wird dieses Mittel seit Jahrhunderten in traditionellen Heilmethoden eingesetzt, um mit Stress und Unruhe umzugehen, und es gibt Menschen wie Mönche, die nichts anderes tun als zu meditieren.

Gehirn-Fakten

Das gesamte Gehirngebiet besteht aus 21 Teilen, wobei auch das Rückenmark und der Schädel mitgerechnet werden.

Die Entwicklung des Gehirns beginnt bereits im Mutterleib und dauert mindestens bis zum 25sten Lebensjahr an.

Sobald ein Kind in die Pubertät kommt, finden im Gehirn so starke Veränderungen statt, dass das Verhalten eines Teenagers radikal anders sein kann. Denn das Gehirn in der Pubertät ist vorübergehend aus dem Gleichgewicht: Die emotionalen Gehirnareale entwickeln sich früher als die rationalen, und der emotionale Teil kommt der Ratio nicht mehr hinterher.

Der Hippocampus (spielt eine wichtige Rolle bei der Speicherung von Informationen im Gedächtnis, der räumlichen Orientierung und der Kontrolle von Verhalten, das fürs Überleben wichtig ist) ist nach dem griechischen Wort für Seepferdchen benannt (wegen seiner gekrümmten Form).

Der größte Teil des Gehirns ist der Frontallappen. Er gilt als der am weitesten entwickelte Teil, denn er ist unter anderem für das menschliche Selbstbewusstsein verantwortlich.

Das Broca-Sprachzentrum (im vorderen Bereich des Gehirns) ist u. a. für Sprache und die Fähigkeit verantwortlich, innerlich mit dir selbst zu sprechen. Bei Rechtshänder:innen liegt es in der linken Gehirnhälfte, bei Linkshänder:innen manchmal in der rechten.

Der Hypothalamus ist eine kleine Drüse, die weniger als 1% des Gehirngebiets einnimmt, aber für viele Prozesse in unserem Körper verantwortlich ist – vom Hormonhaushalt bis zur Steuerung von Hunger, Durst, Sättigung, dem Energiehaushalt und der biologischen Uhr.

Die Hypophyse wiegt nur ein halbes Gramm, wird aber auch „Meisterdrüse“ genannt – wegen der großen Bedeutung, die dieses kleine Organ in unserem Körper hat. Sie bildet die Verbindung zwischen dem zentralen Nervensystem und dem Hormonsystem.

Die linke Gehirnhälfte steuert die rechte Körperseite und umgekehrt.


Autorin: Myrthe Woest