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Ratgeber

Was ist GABA und warum ist es so wichtig?

Bild von Caya Kerkhof

GABA. Ein kleiner Name mit großer Wirkung. Vielleicht ist dir der Begriff schon einmal in Büchern, Blogs oder Podcasts über Neurotransmitter begegnet. Aber was genau ist GABA eigentlich? Wir nehmen dich mit.

Was ist GABA und wie wirkt dieser Neurotransmitter in deinem Gehirn?

GABA steht für Gamma-Aminobuttersäure. Es ist ein Neurotransmitter, also ein Botenstoff, der Nervenzellen dabei hilft, miteinander zu kommunizieren. Während manche Neurotransmitter das Gehirn aktivieren, macht der Neurotransmitter GABA genau das Gegenteil: Er bremst Überaktivität.

Dein Körper stellt GABA selbst her – aus Glutamat, einem Stoff, der eher anregend wirkt. Das geschieht mithilfe des Enzyms Glutamat-Decarboxylase (GAD) und Vitamin B6. Ohne ausreichend B6 wird diese Umwandlung schwieriger. Umso wichtiger also, dass auch deine Ernährung stimmt!

GABA in Lebensmitteln: natürliche Quellen dieses Neurotransmitters

Obwohl dein Körper GABA selbst bildet, kannst du es auch über die Ernährung aufnehmen. Denk an fermentierte Produkte wie Kimchi, Miso und Tempeh. Auch Vollkornreis, Spinat, Tomaten und Süßkartoffeln enthalten von Natur aus kleine Mengen GABA.

Außerdem gibt es Nährstoffe, die die GABA-Bildung unterstützen. L-Theanin zum Beispiel – eine Aminosäure aus grünem Tee. Und wie bereits erwähnt: Vitamin B6. Genug Gründe also, gesund und abwechslungsreich zu essen!

Der Zusammenhang zwischen GABA und Alkohol: was du wissen solltest

Alkohol verstärkt vorübergehend die Wirkung von GABA – das erklärt das entspannte Gefühl nach einem Drink. Dieser Effekt hält jedoch nur kurz an. Langfristig kann Alkohol deine natürliche GABA-Balance sogar stören. Wenn du deine GABA-Aktivität unterstützen möchtest, ist es daher besser, den Fokus auf die richtige Ernährung und ausreichend Entspannung zu legen.

Gut zu wissen

GABA ist ein Neurotransmitter. Dein Körper stellt ihn selbst her, aber Ernährung und Lebensstilentscheidungen können diesen Prozess unterstützen.

Quellen

  1. Enna, S. J., & McCarson, K. E. (2006). The role of GABA in the mediation and perception of pain. Advances in Pharmacology, 54, 1-27.
  2. Jung, M. E., et al. (2007). Effects of oral administration of GABA on neurotransmitter levels in the brain. Journal of Nutritional Science and Vitaminology, 53(4), 348-351.
  3. Lader, M. (2011). Benzodiazepines revisited—will we ever learn? Addiction, 106(12), 2086-2109.
  4. Lancel, M. (1999). Role of GABA(A) receptors in the regulation of sleep. European Journal of Pharmacology, 375(1-3), 1-13.
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  6. Petty, F. (1995). GABA and mood disorders: a brief review and hypothesis. Journal of Affective Disorders, 34(4), 275-281.
  7. Weiner, J. L., & Valenzuela, C. F. (2006). Ethanol modulation of GABAergic transmission: the view from the slice. Pharmacology & Therapeutics, 111(3), 533-554.
  8. Winkelman, J. W., et al. (2008). Reduced brain GABA in primary insomnia: preliminary data from 1H-MRS. Sleep, 31(11), 1499-1506.